… und Ruhe will gelassen sein …

So, da wären wir mal wieder. Eigentlich schon längst sollte das nächste Kapitel von Agora Tutti veröffentlicht sein, aber nun ja, was sollen wir sagen, es wird schon. Demnächst.  Vorab mal ein paar Gedanken und Hühner zum allgemein verkommenen gesellschaftlichen Diskurs, der eigentlich nur noch daraus besteht alle aufeinander zu hetzen, und ein Lob des “Sich in Ruhe lassens”, sowie des Dissenses, ohne den Teilhabe immer ungerecht sein wird. Und alles natürlich unter vor allem anderen auch als Kommentar zu Geschehnissen der Proteste, oder vielmehr unter den “Aktivisten” im Rahmen dessen, was sich Global Change nennt, und zumindest in Berlin doch eher vor sich hin kümmert, bzw. sich anderweitig wichtig tut.

Und mit Agora Tutti geht es auch weiter. Das Drehbuch für Folge 2 ist fertig, gedreht wird dieser Tage. Versprochen. Bis denne.

AGORA TUTTI – Kapitel 01

Hervorgehoben

Raus aus dem Winter, rein in den Mai!
Die erste Folge unserer neuen Sendernovela ist nun online.Titelbild-01
Es ist der Anfang. Nur ein Anfang, aber immerhin. Anderswo heißt das Pilot, hier ist es der Anfang zu einer present-progressive-fiction Webserie über den Prozess mit den vielen Namen: Occupy, Global Change, whatever … ist auch egal, weil es ist ein Prozess und keine Bewegung, keine Initiative, nicht irgendetwas, was wir so bislang kennen.

Elke, Manuela, Alvine, Margarete, Justus und viele andere begreifen sich als Teil dieses Prozesses, sie stecken da irgendwie drin und lernen, kämpfen, verzweifeln, feiern sich selbst und die Revolution – kurz – sie probieren es halt. Weil diejenigen, die das tun, was alle für unmöglich halten, sind am Ende vielleicht die, die das richtige getan haben, was dann irgendwann folgerichtig und simpel daherkommt, aber zunächst als das absurdeste erschien.

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#weareallgreeks – thank you SZ

Die Süddeutsche Zeitung hat sich in ihrer Ausgabe vom 22. Februar 2012 (nur in der Printausgabe, nicht online verfügbar) einen echten Klopper geleistet und eine Danksagung von Griechen an Solidaritätsbekundungen schlicht zu einem Merci an Merkozy umgedeutet. Dass schlichte Schlampigkeit dahinter steckt ist eher unwahrscheinlich, ist doch die Bildunterschrift in der Bilddatenbank, der das Bild entnommen ist, eindeutig. Also absichtlich so in die Welt geschickt, um die griechischen Reaktionen auf “Schuldenerlass”, “Rettungsschirm” und Ausblutung der heimischen Wirtschaft positiv und glücklich darzustellen. Wer so etwas in der Weise tut, weiß sehr genau, was damit erreicht werden soll – im Schutze des Deckmäntelchens des journalistisch-Objektiven.
Verdammt, es sollte mittlerweile eigentlich jedem bewusst sein, dass es keine objektive Darstellung geben kann. Nicht in der Zeitung, nicht im Bild, nicht in der Literatur und schon gar nicht in der Kunst. Also, lasst uns die objektive Sichtweise aufgeben und unseren Blick jeweils als subjektiv erkennbar sein lassen. Sonst kommen wir aus dieser Falle der Manipulation nicht raus.
Ganz subjektiv auch im übrigen unser Blick auf die griechische Krise im Jahr 2009, aber irgendwie immer noch genauso aktuell:

Revolution und Berlinale


Seit dem spätem Sonntagabend steht Athen teilweise in Flammen. Auch ein ehrwürdiges altes Kino brannte lichterloh.

Die griechische Bevölkerung ist in einer völlig verzweifelten Lage und versucht nichts weiter, als ihren Arsch zu retten. Mit an ihrer Seite kämpfen Leute wie Mikis Theodorakis, der sich mit seinen 86 Jahren sogar eine gehörige Portion Tränengas eingefangen hat …

Nun gab es heute Abend eine Solidaritätskundgebung in Berlin. Ca. 30 wackere Demonstranten, überwiegend aus der Berliner Occupy/Echte Demokratie JETZT!-Fraktion, fanden sich in der Eiseskälte vor der griechischen Botschaft ein.

Wie bitte? Ca. 30? Ganze 30? 30 ganze Menschen? Wow … ich könnte kotzen über dieses ignorante, arrogante, dämliche Berliner Pack, das sich regelmäßig zu schade ist, um auf die Straße zu bringen, was dort hingehört. Protest, Solidarität, Gegenkraft, Selbstermächtigung, Verstand und so was wie Anstand. Weiterlesen

Ciao Bundespressecamp!

Nach genau 2 Monaten wurde nun das Occupycamp in Berlin geräumt. Zu Widerstand reichte die Systemtreue der Aktivisten nicht aus, zu lächerlich kam das Riesenaufgebot der Berliner Polizei daher, zu verstrickt scheint der Grundstücksbesitzer, die ominöse BIMA in noch ominösere Geschäfte verwickelt … nun ja, vielen Dank an alle Camper und an alle Unterstützer!

Kein Fußbreit dem System!

Wir wollen Revolution machen. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich habe jetzt jetzt bewusst wir gesagt, obwohl das ja so streng verboten ist. Aber ich habe diesen revolutionären Anspruch stets und immer als eine der wenigen notwendigen Grundvereinbarungen verstanden, wenn es um die weltweite Demokratiebewegung ging, der ich mich seit Mai 2011 mehr als verbunden fühle. Warum Revolution? Weil wir uns empören, und weil dieses altmodische Verb empören seit 2011 nicht irgendsowas wie Unmut oder Unzufriedenheit heißt, sondern weil empören bedeutet, dass wir uns mit diesem Begriff raus beamen aus einem System, von dem wir nicht länger annehmen können und wollen, dass wir darin noch unser Glück finden werden. Es geht nicht um größere Stücke vom Kuchen, nein der ganze Scheiss-Kuchen ist verdammt nochmal vergiftet, die Zutaten veraltet und falsch verarbeitet, es handelt sich insgesamt um ein beschissenes Rezept! Weiterlesen

“Occupy”-Erklärung gegen Krieg #1

Der folgende Text ist auf www.alex11.org erschienen, und soll zur besseren Verbreitung auch hier zu lesen sein:

Schluss mit den Kriegsvorbereitungen gegen den Iran und gegen Syrien! 

Ausgehend von Tunesien und Ägypten und sich ausdehnend über Spanien, Griechenland und andere europäische Länder bis in die USA sind 2011 Protestbewegungen entstanden, die auf einen tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systemwechsel hinarbeiten. Weiterlesen

Die Asamblea (Vollversammlung)

In den Protestcamps, die weltweit im Rahmen der Demokratiebewegung (15Movement, #spanishrevolution, J14, aCAMPada, occupywallstreet, um nur einige Stichworte dazu zu nennen) wird überall in Vollversammlungen, an denen alle teilnehmen dürfen, die wollen, Basisdemokratie geübt. Die Asamblea bewährt sich dabei als hervorragendes Tool zur konsensorientierten Meinungs- und Entscheidungsfindung. Eine schöne Beschreibung und weiterführende Links gibt es hier auf alex11.org.

Das etwas modifizierte Modell der amerikanischen Occupy-Bewegung ist hier beschrieben.

The Story of aCAMPada Berlin

Inspiriert, aufgewühlt und angefixt von den Erlebnissen in Spanien versammelten sich am 05.06.2011 ein paar Leute auf dem Alexanderplatz in Berlin, mit dem Vorhaben auch hier ein Protestcamp zu errichten und für Basisdemokratie zu kämpfen und basisdemokratisches Miteinander zu üben. Der Film erzählt aus sehr persönlicher Sicht die Geschichte der Entwicklung rund um das Treiben auf dem Alexanderplatz bis zum 26.08.2011.

The whole Spanish Revolution Trip – new release in High Quality!

Our trip to Spain to visit the 15M movement was so exciting and gave us so much hope. “In the field” of Spanish revolution we had to produce the movies very quickly and sometimes crude. Now we decided to release them on Vimeo in HD and above all with a much better sound mix, thanks to our constantly great sound designer Brian. So get inspired newly, just a great chance to see everything we tried to import from the protest camps again. Have fun, and don’t forget: And even more nobody expects the #germanrevolution, so let’s start with something new!

First attempt to draw a lesson from our #spanishrevolution Trip


A lot more pics from theses great Spanish camps, we visited in May 2011. We had such a great time there, now we try to import the spirit and the intentness of these great Spanish people, who are determined to change our degenerated system from scratch.
We made this movie in German, because first of all we want to try to get all lazy Germans here on our streets, to fight for a better world. The international broken English subtitles will follow tomorrow evening.

Please visit the homepage of Berlin’s occupy-movement!

It feels like there is a big chance for change at the moment, but we have to go on the streets, we have to show everybody, that we are many! So, don’t hesitate to be a part of this great and hopeful movement!

San Sebastian – Last Stop on our #spanishrevolution Trip

#sr08_fin

So. That was our great trip through Spain. San Sebastian was the last camp we visited. Now we have to drive back to Berlin. It’s a pity, but we also look forward to help starting something like #germanrevolution, #neukoellnrevolution. In some days we will make another film with all the hours of pics we shot, and we will try to summit our exoeriences in Spain.

Size doesn’t matter

#sr07_fin

Our report of the visit of two camps in the north of Spain. Smaller than Madrid for sure, but very serious and nice people, fightung for the same things than in the other camps, and expressing their knowing of the mistakes of the whole system.

Next step – Zaragoza.

#sr06_fin

After big and imposing Madrid we travelled to Zaragossa. There we found a completely different – but fighting for the same things – camp. On a very churchy place a lot of tents and nice and serious people. It was great as well! Thanks acampazgz!

Acampa del Sol – Madrid

#sr05_fin

We loved to be in Madrid. Huge camp, lot of nice people hoping and fightimg together for a better world. We cannot really believe, it’s not a long time ago, that we made our shortfilm Yong Men. We couldn’t believe that something like is now happening in Mdrid and all over Spain could become true in such a short time. And we still are not too old to be able to be here! Thanks Spanish revolution!

SFN still in Barcelona

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Some more detailled impressions of the #spanishrevolution, lived to see in Barcelona at Plaza Catalunya. It’s really good to be here, the atmosphere is peace- and hopeful, and we don’t have the impression, that people here stop before things have changed. And this is what is so important about this movement. It will last as long as necessary, it’s a pity, but that means for a long, long time.

Today we post our video in a lower compression, becuase we had some problems to find fast internet here. Later, when we are back in Berlin, we will post it in a higher quality also.

Sender on its way to #spanishrevolution


When we made our movie EXODOS, we wanted to describe an atmosphere of the Last Days, in which everyone senses that it will not go on like before for long.
The continous news, the ever-present global difficulties, the helplessness of the characters, that is more likely shown in escapes into sex, endless talks and to Greece.
And now we are very happy to feel, that these Last Days are probably over in real life. In Spain and in many other countries, people stand up against our bancrupt systems, they demand more democracy and a new way of living together. Great stuff, we love it that much and so we decided to travel to Spain, to what happens there, and how we can help to import this revolutionary atmosphere to Germany and rest-europe. Follow us here, and you can watch the next days, what we have to report.