AGORA TUTTI-Special zum Globalnoise-Day

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Nachfolgend der Text, den die AGORA TUTTI-Ladys zum Globalnoise-Tag am 13. Oktober auf dem Berliner Hermannplatz laut geschrien und ernst gemeint haben:
(English below, thanks, Pippa!
Und außerdem weiter unten die filmische Dokumentation von Kieke-ma Film-Berlin – danke auch dafür!)

Ich bin ein normaler Mensch, der die Fresse voll hat.
Ich sehe, was hier los ist. Auf der Welt, in Europa und auch in diesem Land.
Ich sehe, wohin die Konzepte des Staates und des Kapitals uns und unseren Planeten gebracht haben.
Ich glaube nicht mehr daran, dass Gesetze, die erlassen werden von den Scharlatanen, deren sogenannte Lösungen schon immer zu immer mehr Hunger, Krieg, Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung führten, für ein menschenwürdiges Zusammenleben sorgen können.
Ich weiß, dass die Herrschaft des einen über den anderen die eine und den anderen daran hindert, ein gutes Leben zu leben.
Ich will keine Herrschaft mehr. Auch nicht die des Volkes.
Ich will nicht über andere bestimmen müssen oder dürfen.
Es ist eine Frechheit, dass etwas derart Chaotisches, Kriminelles und Mörderisches wie die bestehende staatliche Ordnung mir Tag für Tag als alternativlos und bestmöglich verkauft wird.
Ich bin nicht mehr bereit, diese Frechheit zu akzeptieren.
Ich als Mensch kann mein Leben besser regeln, als dies andere, mir nicht bekannte Repräsentanten, für mich tun können.
Ich kann mich besser in Einklang bringen mit meinem Umfeld und meiner Umwelt, als jedes Gesetz das je können wird.
Und dies traue ich meinen Mitmenschen ebenso zu.
Ich verspreche niemandem das Paradies.
Ich weiß, dass es Aggression, Eitelkeit, Kriminalität usw. immer in der einen oder anderen Form geben wird.
Ich verspreche gar nichts.
Ich will, dass wir alle selbstbestimmt leben, frei in freier Kooperation mit unserer Umwelt.
Und ich lasse mir nicht länger sagen, dass dies nicht funktioniert.
Schon gar nicht angesichts des weltweiten Chaos, in dem wir leben, in dem täglich Unrecht zu Recht wird, Tausende verhungern oder in Kriegen ermordet werden.
Ja, ich glaube, dass es anders geht.
Und das wird nicht einfach sein.
Aber ich glaube nicht mehr daran, dass wir eine andere Wahl haben.
Weder eine Wahl noch Zeit.
Deshalb ist Protest meine Mission.
Ich protestiere, weil ich empört bin über die weit verbreitete Ignoranz, in deren Rahmen man nur zu gern glaubt, dass sich alles zum Guten wenden kann.
Wie kann eine Ordnung sich zum Guten wenden, wenn sie selbst für das Schlechte verantwortlich ist?
Wenn ich merke, dass ein Regierungschef nichts taugt, dann will ich doch nicht noch einen wählen müssen oder dürfen!
Im Ernst.
Lasst uns anfangen, ohne Herrschaft zu denken und zu handeln.
Danke für eure Aufmerksamkeit.

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I am a normal person, who has completely had enough.
I can see what is wrong here.
In the world, in Europe, and also in this land.
I can see where the concept of state and capital have destroyed us and our planet.
I don’t believe any more that the laws, passed by quacks, whose so-called solutions lead always to more hunger, war, injustice and environmental destruction, can bring about a dignified human way of life.
I know that the system of leadership in which one rules over another will make both unable to live a good life.
I want no more domination. And not even the domination of the people.
I do not want to have to, or even to have the possibility to, decide for other people.
It is an outrage, that something that is so chaotic, criminal and deadly as the existing government regime is sold to me, day after day, as having no other alternative – as being the best possible option.
I am no longer prepared to accept this outrage.
I, as a human being, can rule my own life better than these others, my unacquainted representatives, can do for me.
I can bring myself better in harmony with my surrounding sphere and my environment than any law that can ever be.
And I also trust this of my fellow humans.
I promise no one paradise.
I know, that there will always be aggression, vanity, and criminality in one form or another.
I promise nothing.
I want, that we all live in a way that is self-determined, free in free co-operation with our environment.
And I will not say any longer that this will not work.
Especially not in the face of the worldwide chaos in which we live, in which daily Injustice is inflicted upon the just, and thousands go hungry or are murdered in war.
Yes, I believe that it can be different.
And that it will not be easy.
But I no longer believe that we have any other choice.
Neither another choice, nor any more time.
That is why protest is my mission.
I protest because I am outraged about the widespread ignorance, in the frame of which one only too happily believes that everything will work out okay.
How can an order change things for the better, when it is itself responsible for the worst?
If I realise, that a head of state isn’t much good, then yes I want not to have to choose one!
Seriously.
Let’s start to think and to act without domination.
Thank you for your attention.

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