AGORA TUTTI – KAPITEL 2

Nun endlich, da ist es, das zweite Kapitel unserer present-progressive-fiction Webserie AGORA TUTTI:

AGORA TUTTI wirft einen Blick in das Innenleben und Treiben von Aktivisten aus dem Umfeld der sog. Global Change Bewegung, die derzeit weltweit einen tiefgehenden Wandel fordert. Unsere Berliner Aktivisten leiden dabei darunter, dass sich keine rechte Dynamik in der Bevölkerung hierzulande entwickeln will .. Die Gründe dafür sind vielfältig, frustrierend ist so ein Kampf gegen Windmühlen dennoch. Die Apathie oder Ignoranz ist schwer zu durchbrechen in einem Land, in dem die systemtreuen und übermächtigen Medien stets die alte Leier von “wir sind gut durch die Krise gekommen” oder gar “hier geht es allen noch zu gut” heruntereiert. Zudem ist diese Bewegung eben keine klassische soziale Bewegung, die versucht die Verhältnisse innerhalb eines Systems zu verbessern, sondern sie spiegelt einen Prozess der Veränderung wieder, die in den Köpfen und Alltagshandlungen aller stattfindet. Deshalb kann es gar keine messbaren Erfolge geben, vieles was sich bereits verändert oder Menschen zum Umdenken bringt wird auch niemals Occupy oder was auch immer zugeschrieben werden – warum denn auch!?
All dies lässt uns in unserem Bestreben hin und wieder ziemlich lustig aussehen, all dies führt zu allerhand Fehlern, die wir machen und die unvermeidlich sind.Diese Serie betrachtet all dies nicht von oben herab oder voyeuristisch arrogant, sondern berichtet von mittten drin. Das ganze Team fühlt sich als Teil des Ganzen, und gerade wenn wir uns lustig machen über Einzelne und das Ganze, dann tun wir dies, weil wir das Engagement bewundern, das jeder Einzelne einbringt, weil wir davon ausgehen wollen, dass es jede und jeder genau richtig meint und weil wir wollen, dass das Ganze weitergeht. Wir glauben, dass es heilsam ist, hin und wieder über sich selbst zu lachen, und dass es absolut zentral ist, sich nicht zu ernst zu nehmen. Quasi kathartisch sollte im besten Falle die Betrachtung dieses Filmes wirken. Wir lachen drüber, freuen uns über die Geschichten, die die Revo schreibt und haken sie gleichermassen ab.Und sind danach vielleicht noch überzeugter davon, dass sich das weitermachen lohnt. Weil auch hier werden die Verhältnisse immer haarsträubender, ob irgendwelche Klugscheisser das glauben wollen oder nicht. Und deshalb wird es wichtig bleiben, dass wir die Mission Protest aufrechterhalten, um dann präsent zu sein, wenn sich der massenhafte Unmut auch hier regt. In diesem Sinne, viel Spaß damit und nichts für ungut.

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