Neues aus dem Schwarm

Neues aus dem Schwarm from Retsina Film on Vimeo.

Wenn unserer Gesellschaft etwas Neues widerfährt, etwas, was nicht so ganz leicht zu verstehen ist, dann reagieren viele mit Befremden und Abwehr. Ein Ausdruck dessen ist die Unterwanderungskeule. Die kriegt gerade die Occupy/Echte Demokratie Jetzt!-Bewegung kräftig zu spüren. Im Moment gibt es bei der beobachtenden Presse, aber auch bei Aktivisten selbst, diese Aufschreie zu Hauf. Sekten, Rechte, Linksradikale, überall wimmelt es von denen! Die wollen uns übernehmen, missbrauchen, manipulieren! 

Vorsicht ist dabei in alle Richtungen geboten. Aber Unterwanderung ist eben auch dann erfolgreich, wenn sie dazu führt, dass sie beherrschendes Thema wird, wenn sie dazu führt, dass Leute sich von etwas zurückziehen, weil sie nicht in den Verdacht geraten wollen, mit obskuren Machenschaften in Zusammenhang gebracht zu werden. Also unterwandert ist man eigentlich erst dann, wenn man sich unterwandern, oder sich davon beeindrucken lässt. Damit lässt man sie zu, abwehren kann man sie nur, indem man sich selbst nicht kirre machen lässt, sondern beharrlich an seinen Zielen arbeitet. Und mal im Ernst, von einer Basisdemokratie zu einem real exisistierenden, zentralcomputergesteuerten Sozialismus ist es doch dann immer noch ein ziemlich weiter Weg, der nicht zwangsläufig eingeschlagen wird, weil ein paar Hansel vom Venusprojekt in einer Asamblea das Wort ergreifen. Ich will nichts verharmlosen, aber gesunder Menschenverstand, zu dessen Gebrauch doch gerade in der aktuellen Demokratiebewegung allerort aufgerufen wird, hilft immer noch am besten! Und mal in echt, unsere Gesellschaft ist voll von obskuren Gruppierungen. Ob Zeitgeistmovement, Venusprojekt, Bund deutscher Industrie, Handelsräume der Börse, Ver.di, die FDP oder esoterische Grüppchen – alle wollen nur eines: andere Menschen fischen, wie uns dies einst der größte  Menschenfischer aller Zeiten vorgemacht hat. Menschen fischen um den eigenen Club zu vergrößern, um damit Macht und Einfluß zu erhalten und zu bewahren.

Und genau dieses Konkurrieren um Aufmerksamkeit schafft die Evolution doch gerade sowieso ab. Wir lernen im Schwarm zu denken und zu handeln. Kollektives Denken verbreitet sich gerade als Idee rund um den Erdball. Das ist nicht ganz neu, das passiert sowieso schon in vielen Bereichen unseres gesellschaftlichen Lebens. Neu ist, dass sich daraus gerade eine politische Vision entwickelt, wo doch Visionen so lange out waren. Diese ganzen Angstkeulen zeigen einmal mehr, dass die Medienverantwortlichen die Idee noch nicht im mindesten verstanden haben. Alte Reflexe sind’s, die werden den Schwarm nicht aufhalten:

125 Gedanken zu “Neues aus dem Schwarm

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